Herzlich Willkommen zu unserem zweiten Blogbeitrag in unserer Serie, in der wir die unterschiedlichen Vitalwerte deines Pferdes erläutern. Das letze mal haben wir uns mit dem Puls beim Pferd beschäftigt. Weiter geht es heute mit der Atmung beim Pferd.

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Was die Atmung beim Pferd dir verrät

Sowohl beim Menschen, also auch beim Pferd wird mit jedem Atemzug  der Sauerstoff aus der Luft ins Blut befördert. Gleichzeitig wird das Kohlenstoffdioxid aus dem Blut beim Ausatmen wieder abgegeben. 

Ein gesundes, erwachsenen Pferd atmet im Ruhezustand etwa 8 -16 mal pro Minute ein und aus. Bei Belastung ist die Atmung natürlich deutlich erhöht. 

Eine höhere oder niedrigere Atemfrequenz im Ruhezustand kann auf gesundheitliche Probleme hindeuten.  Aber auch andere Merkmale können dir etwas über den allgemeinen Gesundheitszustand verraten.

Auch wenn die Anzahl der Atemzüge pro Minute im normalen Bereich liegt, solltest du darauf achten, wie dein Pferd atmet. Beispielsweise können Atemzüge kurz und stoßhaft sein oder sie ziehen sich länger hin. Zudem bewegt ein gesundes Pferd beim Atmen sowohl den Brustkorb als auch den Bauchbereich. Wenn sich nur der Bruskorb bewegt, kann das auf Schmerzen im Bauchraum hindeuten, z.B. bei Kolik. Andersherum, wenn sich nur der Bauch bewegt, dann hat dein Pferd möglicherweise Schmerzen im Bereich des Brustkorbs.

Normalerweise sollte die Atmung beim Pferd wie beim Menschen mehr oder weniger geräuschlos sein. Ist das nicht der Fall, solltest du dies beobachten. Beispiele für Auffälligkeiten sind z.B. pfeifen, blubbern oder rasseln. Treten diese Geräusche öfter auf oder sind sogar permanent zu hören, dann solltes du den Tierarzt zu Rate ziehen. 

An der Bewegung der Nüstern kannst du die Atmung nicht direkt ablesen, da dein Pferd diese auch bewegt, wenn es z.B. etwas wittert. Doch trotzdem kannst du ein paar Dinge an den Nüstern erkennen. Wenn sie z.B. häufig geweitet sind, dann kann das auf Atembeschwerden hindeuten. Auch hast du sicher schon beobachtet, dass die Nüstern bei normaler Atmung etwas feucht sind, bei Anstrengung auch etwas mehr. Wenn allerdings häufig mehr Nasenausfluss auftritt und dieser auch verfärbt ist, dann ist auch das ein Fall für den Tierarzt.

Warum du die Atmung deines Pferdes kennen solltest

Nun weißt du, worauf du bei der Atmung beim Pferd achten solltest.

Doch reicht das nicht? Nein! Denn diese Richtwerte sind sehr allgemein und jedes Pferd ist unterschiedlich. Daher empfehlen wir dir auf jeden Fall, die Normalwerte individuell für dein Pferd zu messen. Diese Messung solltest du regelmäßig wiederholen und dokumentieren. Denn was für das eine Pferd normal ist, kann für ein anderes schon auf eine Erkankung hindeuten. Den Normalwert zu kennen hilft dir und dem Tierarzt, die Gesundheit des Tieres besser einzuschätzen.

Bei hoher Anstrengung, wie z.B. beim Training, erhöht sich die Atemfrequenz deines Pferdes. Deshalb solltest du nicht nur im Ruhezustand, sondern auch die Atmung direkt nach dieser Belastung messen. Richtwert  hierfür sind bis zu 120 Atemzüge pro Minute. Jedoch kann die Frequenz bei Hochleistungssport auch bis zu 150 Atemzüge pro Minute betragen. 

Neben dem Messwert für die Atemfrequenz im Ruhezustand und nach Belastung ist auch der Übergang dazwischen wichtig. Nach einer Pause von ca. 30 Minuten sollte die Atemfrequenz wieder auf den Normalwert gesunken sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann dies ebenfalls ein Anzeichen für gesundheitliche Probleme sein. 

Was du bei Auffälligkeiten tun kannst

Du hast nun eine Auffälligkeit bei der Atmung deines Pferdes festgestellt. Was kannst du nun tun?

Auf jeden Fall solltest du den Tierarzt informieren. Doch bis zum Eintreffen kann viel Zeit vergehen. Daher solltest du dir Gedanken machen, woher die Auffälligkeit kommen könnte. Hierdazu ein paar beispielhafte Leitfragen:

  • Was hat dein Pferd zuletzt gemacht?
  • Hat sich dein Pferd sehr angestrengt oder habt ihr zusammen trainiert?
  • Hat dein Pferd irgendwelche Verletzungen?
  • Wurden deinem Pferd in letzter Zeit Medikamente verabreicht?

Wenn du eine mögliche Ursache identifiziert hast, dann solltest du geeignete Gegenmaßnahmen vornehmen. Damit kannst du die Wartezeit sinnvoll überbrücken.

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